Vorlage: Befristeter Mietvertrag

Befristeten Mietvertrag kündigen: Wann ein Zeitmietvertrag bindet und welche Ausstiege es gibt

Ein echter Zeitmietvertrag kann grundsätzlich weder vom Mieter noch vom Vermieter ordentlich gekündigt werden — er endet mit Ablauf der Zeit. Viele Befristungen halten jedoch den gesetzlichen Anforderungen nicht stand; dann gilt der Vertrag als unbefristet und lässt sich mit drei Monaten Frist kündigen.

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Ordentliche Kündigung

Ausgeschlossen

Bei wirksamer Befristung nach § 575 BGB für beide Seiten.

Befristungsgrund

Schriftlich

Fehlt er bei Vertragsschluss, gilt der Vertrag laut Gesetz als unbefristet — dann 3 Monate Frist.

Ausstiege

Sonderrechte

Außerordentliche Kündigung, Sonderkündigungsrechte, Aufhebungsvertrag, Nachmieter.

Kündigung bei Befristeter Mietvertrag

Was bei „Befristeter Mietvertrag“ anders ist

Seit 2001 ist eine Befristung von Wohnraum nur noch als qualifizierter Zeitmietvertrag möglich (§ 575 BGB). Der Vermieter muss bei Vertragsschluss schriftlich mitteilen, warum er die Wohnung nach Ablauf braucht — Eigennutzung, geplanter Abriss oder Umbau, oder Vermietung an einen Dienstverpflichteten. Nur diese drei Gründe lässt das Gesetz zu.

Fehlt der Grund oder wurde er nicht schriftlich mitgeteilt, gilt das Mietverhältnis laut Gesetz als auf unbestimmte Zeit geschlossen (§ 575 Abs. 1 S. 2 BGB). Dann greifen die normalen Regeln: Kündigung mit drei Monaten zum Monatsende, ohne Angabe von Gründen. Eine bloße Angabe „befristet bis“ ohne Grund reicht dafür nach der Rechtsprechung nicht aus.

Bei wirksamer Befristung bleiben dem Mieter vor Ablauf nur besondere Wege: die außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (§ 543 BGB), die Sonderkündigungsrechte bei Mieterhöhung (§ 561 BGB), Modernisierung (§ 555e BGB) und im Todesfall (§ 564 BGB), ein Mietaufhebungsvertrag oder ein Nachmieter, den der Vermieter akzeptiert. Ein Anspruch auf vorzeitige Entlassung besteht grundsätzlich nicht.

Zu unterscheiden ist der Zeitmietvertrag vom Kündigungsverzicht: Dort ist der Vertrag unbefristet, die ordentliche Kündigung aber für einen bestimmten Zeitraum ausgeschlossen. Nach Ablauf des Verzichts läuft der Vertrag weiter und kann normal gekündigt werden; ein Zeitmietvertrag endet dagegen automatisch.

Ob ein Vertrag wirklich wirksam befristet ist, entscheidet über die gesamte Strategie. Wer den Befristungsgrund nicht findet oder Zweifel an seiner Formulierung hat, sollte das vor der Kündigung fachkundig prüfen lassen — eine Kündigung „ins Blaue“ kann als Angebot zur Aufhebung ausgelegt werden, bindet aber nicht den Vermieter.

Das gehört ins Schreiben

  • Bezeichnung des Vertrags mit Datum und vereinbartem Enddatum
  • Bei fehlendem Befristungsgrund: Kündigung mit drei Monaten Frist wie bei einem unbefristeten Vertrag
  • Bei wirksamer Befristung: Bitte um vorzeitige Aufhebung zum [Datum] oder um Zustimmung zu einem Nachmieter
  • Vorschlag konkreter Nachmieter mit Namen und Kontaktdaten
  • Angebot, die Wohnung bis zum Ausstieg besichtigen zu lassen
  • Bitte um schriftliche Antwort innerhalb einer angemessenen Frist

1Schritt 1

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Kündigungsfrist-Rechner

Vertragsende

Donnerstag, 31. Dezember 2026

  • Letzter Zugangstag im September: Donnerstag, 3. September 2026
  • Nach dem 3. Werktag: Die Frist läuft erst ab Oktober — das kostet einen Monat.
  • 3 Monate zum Monatsende (§ 573c BGB).
Kündigungsschreiben mit diesem Termin erstellen
Der Rechner gilt nur, wenn sich der Vertrag als unbefristet herausstellt — etwa weil der Befristungsgrund fehlt oder nicht schriftlich mitgeteilt wurde. Bei wirksamer Befristung nach § 575 BGB gibt es keine ordentliche Kündigungsfrist; der Vertrag endet zum vereinbarten Datum.

2Schritt 2

Kündigungsschreiben: Befristeter Mietvertrag

Vorlage ausfüllen, als PDF oder Word herunterladen, ausdrucken und von allen Mietern unterschreiben lassen.

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  • Vorbefülltes Kündigungsschreiben als PDF
  • Auszugs-Checkliste und offene Fragen für die Beratung

Gesetzliche Grundlagen

Was im Gesetz steht

Allgemeine Rechtskunde — die Paragrafen, auf denen Rechner und Vorlagen beruhen

§ 575 BGB

Zeitmietvertrag: zulässige Befristungsgründe, Schriftform, Folge fehlender Angabe

§ 543 BGB

Außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund

§ 561 BGB

Sonderkündigungsrecht bei Mieterhöhung — auch im Zeitmietvertrag

§ 555e BGB

Sonderkündigungsrecht bei Modernisierung

Häufige Fragen

Fragen zur Kündigung bei Befristeter Mietvertrag

Kann ich einen befristeten Mietvertrag vorzeitig kündigen?

Bei einem wirksamen Zeitmietvertrag nach § 575 BGB grundsätzlich nicht — die ordentliche Kündigung ist für beide Seiten ausgeschlossen. Möglich bleiben die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund, gesetzliche Sonderkündigungsrechte und ein Aufhebungsvertrag mit dem Vermieter. Ob die Befristung wirksam ist, sollte zuerst geprüft werden.

Woran erkenne ich, ob meine Befristung wirksam ist?

Am schriftlich mitgeteilten Befristungsgrund. Das Gesetz verlangt, dass der Vermieter bei Vertragsschluss schriftlich angibt, dass er die Räume nach Ablauf selbst nutzen, wesentlich verändern oder an einen Dienstverpflichteten vermieten will. Fehlt diese Mitteilung, gilt der Vertrag in der Regel als unbefristet.

Was passiert, wenn ich nach Ablauf der Befristung in der Wohnung bleiben möchte?

Der Mieter kann frühestens vier Monate vor Ablauf vom Vermieter Auskunft verlangen, ob der Befristungsgrund noch besteht (§ 575 Abs. 2 BGB). Ist der Grund entfallen, kann eine Verlängerung auf unbestimmte Zeit verlangt werden. Bleibt der Mieter ohne Regelung einfach wohnen, kommt es auf die Reaktion des Vermieters an — das sollte im Einzelfall geklärt werden.

Wichtiger Hinweis

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Rechner und Vorlagen bilden die gesetzliche Regel ab; ob abweichende Vertragsklauseln, Befristungen oder Sonderrechte in Ihrem Fall greifen, klären Anwalt, Mieterverein oder sonst befugte Beratungsstellen.

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